Chiang Mai kulinarisch entdecken – Essen und Reisen im Norden Thailands

Aktualisiert

Chiang Mai, die alte Lanna-Hauptstadt im Norden Thailands, ist ein Paradies für alle, die mild-würzige und herzhafte Aromen lieben. Anders als in Bangkok schmeckt die Küche hier ruhiger, oft mit fermentierten Noten und reichlich frischen Kräutern aus den Bergen.

Die wichtigsten Gerichte

  • Khao Soi: das Wahrzeichen der Stadt – eine cremige Currynudelsuppe auf Kokosbasis mit knusprig frittierten Nudeln obenauf, dazu Limette, eingelegtes Gemüse und Schalotten.
  • Sai Ua: würzige nordthailändische Grillwurst mit Zitronengras, Kaffirlimettenblättern und Chili.
  • Nam Prik Ong und Nam Prik Num: aromatische Dip-Pasten, die man mit gedämpftem Gemüse und klebrigem Reis genießt.
  • Khao Niao: der allgegenwärtige Klebreis, den man mit den Fingern formt.

Wo du essen und bummeln solltest

In der Altstadt innerhalb des quadratischen Wassergrabens reihen sich Tempel, kleine Garküchen und gemütliche Cafés aneinander – ideal für einen Spaziergang am Vormittag. Am Abend lohnt sich das hippe Viertel Nimmanhaemin (Nimman) nahe der Universität, wo moderne Restaurants und Specialty-Coffee-Bars auf traditionelle Stände treffen. Wer den großen Trubel sucht, besucht den Sonntags-Walking-Street entlang der Ratchadamnoen Road.

Ein praktischer Tipp zum Bestellen auf den Märkten: Zeige einfach auf das, was andere Gäste essen, und sage dazu „mai phet" (nicht scharf) oder „phet nit noi" (etwas scharf), wenn du die Schärfe steuern willst. An Garküchen zahlst du meist bar und in kleinen Scheinen.

Die meisten lokalen Speisekarten in Chiang Mai sind nur auf Thailändisch geschrieben und oft ohne lateinische Umschrift – ein schnelles Foto der Karte zum Übersetzen hilft dir enorm, das richtige Gericht zu finden und keine versteckten Spezialitäten zu verpassen.

Plane mindestens drei bis vier Tage ein, kombiniere das Essen mit einem Ausflug in die Berge rund um Doi Suthep und genieße die entspannte, kreative Atmosphäre, für die diese Stadt berühmt ist.

Beste Reisezeit

November bis Februar ist die kühle Jahreszeit und die klar beste Reisezeit – warme Tage, wirklich kühle Abende und im November die Laternenfeste Yi Peng und Loy Krathong. März und April sind heiß und zugleich Brandrodungssaison, wenn landwirtschaftliche Feuer die Luftqualität im Tal auf einige der schlechtesten Werte weltweit drücken; das ist die eine Phase, die man aktiv meiden sollte. Juni bis Oktober ist grüne Saison: täglicher Regen, üppige Hügel, niedrige Preise und wenige Menschen. Songkran Mitte April wird hier besonders ausgiebig gefeiert.

Praktisches vor Ort

Die Altstadt ist ein von einem Graben umschlossenes Quadrat von rund anderthalb Kilometern Kantenlänge, und die meisten Tempel liegen darin – zu Fuß machbar. Darüber hinaus funktionieren die roten Songthaew-Sammeltaxis wie ein Bus zum Heranwinken: Ziel nennen, Pauschalpreis zahlen. Ride-Hailing deckt Autos und Motorräder ab. Rollervermietung ist beliebt und zugleich die Hauptursache für Verletzungen bei Besuchern; Helm ist Pflicht und Kontrollen sind häufig. Bezahlt wird in Baht, viele Stände bleiben trotz QR-Zahlung bar. Trinkgeld ist nicht erwartet. Doi Suthep, der Bergtempel über der Stadt, ist ein halber Tag per Songthaew.