Chongqing kulinarisch – Mala-Hotpot, Xiaomian und Reisetipps für China

Aktualisiert

Chongqing ist eine gigantische Megastadt am Zusammenfluss von Jangtse und Jialing, berühmt für ihre dramatische Berg-und-Fluss-Topografie, neblige Hochhausschluchten und vor allem für eine der schärfsten Küchen Chinas. Wer Chili und den prickelnden Sichuanpfeffer liebt, ist hier im Himmel.

Die wichtigsten Gerichte

  • Mala-Hotpot (Chongqing Huoguo): das ikonische Gericht – ein brodelnder Topf voller Chili und Sichuanpfeffer, in den du selbst Fleisch, Innereien und Gemüse tauchst. „Mala" beschreibt die Kombination aus scharf (la) und betäubend-prickelnd (ma).
  • Xiaomian: die berühmten Chongqing-Nudeln, scharf gewürzt mit Chiliöl, Erdnüssen und Sichuanpfeffer – das tägliche Frühstück der Stadt.
  • Suan La Fen: säuerlich-scharfe Glasnudeln aus Süßkartoffelstärke.

Wo du essen und bummeln solltest

Das Wahrzeichen Hongya Cave (Hongyadong) ist ein vielstöckiger Stelzenbau am Hang, der nachts spektakulär beleuchtet ist und zahlreiche Restaurants beherbergt – touristisch, aber atemberaubend. Authentischer isst man in den vielen kleinen Hotpot- und Nudellokalen, die über die ganze Stadt verteilt sind, gern in den verwinkelten Gassen abseits der großen Straßen.

Ein praktischer Tipp zum Hotpot: Wähle einen „Yuanyang"-Topf, der in eine scharfe und eine milde Brühe geteilt ist, falls du die volle Schärfe nicht gewöhnt bist. Bestelle die Zutaten nach und nach, und nutze die Schale mit Sesamöl, um die Bissen abzukühlen.

Die Speisekarten in Chongqing sind fast ausschließlich auf Chinesisch, oft ohne Bilder oder englische Übersetzung – ein Foto der Karte zum sofortigen Übersetzen ist hier besonders wertvoll, um Fleischsorten, Innereien und den Schärfegrad zu verstehen und gezielt zu bestellen.

Plane für Chongqing zwei bis drei Tage ein und fahre mit der Schwebebahn über den Jangtse, um die einzigartige Skyline der „Bergstadt" zu erleben.

Beste Reisezeit

März bis April und Oktober bis November sind die angenehmsten Fenster: mild, oft dunstig-atmosphärisch und gut zum Treppensteigen, das diese Stadt unweigerlich verlangt. Der Sommer ist berüchtigt – Chongqing gilt als eine der „Ofenstädte" Chinas, mit Hitze und hoher Luftfeuchte bis in den September. Der Winter ist kühl, grau und feucht, selten wirklich kalt, und genau dann ergibt der brodelnde Feuertopf am meisten Sinn. Meide die Nationalfeiertagswoche Anfang Oktober und das Frühlingsfest, wenn du nicht früh gebucht hast.

Praktisches vor Ort

Chongqing ist eine Bergstadt, und die Karte täuscht: Zwei Punkte können nebeneinander liegen und trotzdem sechs Stockwerke auseinander. Die U-Bahn ist die Lösung, günstig und weitreichend – die Linie 2 fährt bekanntlich mitten durch ein Wohnhaus, und Seilbahn und Rolltreppen überbrücken den Rest. Bezahlt wird per Handy-App; beide großen Anbieter lassen sich mit ausländischen Karten verknüpfen, was du vor der Reise einrichten solltest. Trinkgeld ist unüblich. Beim Feuertopf gilt: Der geteilte Yuanyang-Topf mit scharfer und milder Hälfte ist völlig normal zu bestellen, und die Schärfe hier ist ernst gemeint – wei la für wenig scharf ist ein sinnvoller Anfang.