Ho-Chi-Minh-Stadt kulinarisch – Pho, Banh Mi und Reisetipps für Vietnam

Aktualisiert

Ho-Chi-Minh-Stadt, von vielen weiterhin Saigon genannt, ist Vietnams pulsierender Süden: ein endloser Strom aus Motorrollern, Garküchen und Energie. Die südvietnamesische Küche schmeckt tendenziell süßer und üppiger als die des Nordens, mit viel frischen Kräutern und tropischen Zutaten.

Die wichtigsten Gerichte

  • Pho: die berühmte Nudelsuppe, im Süden oft mit reichlich Beilagen wie Sprossen, Thai-Basilikum und Limette serviert.
  • Banh Mi: das knusprige Baguette-Sandwich mit Pastete, Fleisch, eingelegtem Gemüse und Koriander – Streetfood-Perfektion.
  • Com Tam: „Bruchreis" mit gegrilltem Schweinekotelett, Ei und süß-salziger Fischsauce – ein typisches Saigoner Gericht.
  • Hu Tieu: eine vielseitige Nudelsuppe mit Wurzeln in der chinesisch-vietnamesischen Küche, mal mit Brühe, mal trocken.

Wo du essen und bummeln solltest

Der historische Ben-Thanh-Markt im Zentrum von District 1 ist ein guter Startpunkt: Tagsüber verkaufst du dort Waren und probierst Snacks, abends erwacht der Nachtmarkt ringsum zum Leben. Schlendere danach durch District 1 mit seiner Kolonialarchitektur oder tauche in die geschäftigen Garküchengassen abseits der Hauptstraßen ein.

Ein praktischer Tipp: Die besten Banh-Mi- und Com-Tam-Stände sind oft unscheinbare Wagen am Straßenrand mit langen Schlangen von Einheimischen – genau dort lohnt sich das Anstellen. Bezahle in kleinen Scheinen und kläre den Preis bei Marktständen kurz vorher ab.

Die Karten der Garküchen und Marktstände sind häufig nur auf Vietnamesisch beschriftet – ein Foto der Speisekarte zum Übersetzen hilft dir, dich zwischen den vielen Nudelsuppen und Reisgerichten zurechtzufinden und gezielt zu bestellen.

Plane für Ho-Chi-Minh-Stadt zwei bis drei Tage ein und kombiniere die Stadt mit einem Ausflug ins nahe Mekong-Delta.

Beste Reisezeit

Der Süden kennt nur zwei Jahreszeiten. Die Trockenzeit von Dezember bis April ist die verlässliche Wahl, mit Dezember bis Februar als angenehmster Phase, bevor März und April richtig heiß werden. Die Regenzeit von Mai bis November bedeutet fast immer einen kräftigen Nachmittagsguss statt Dauerregen: Man setzt sich unter, wartet dreißig Minuten und macht weiter. Rund um Tết, das Mondneujahr im Januar oder Februar, schließen viele Familienlokale mehrere Tage, und die sonst rastlose Stadt wird für eine Woche ungewohnt still.

Praktisches vor Ort

Saigon ist heißer, flacher und weitläufiger als Hanoi, und der Verkehr ist der eigentliche Faktor. Ride-Hailing-Apps für Autos und Motorradtaxis sind billig und die praktische Antwort auf fast jede Strecke; die erste U-Bahn-Linie ergänzt den Korridor durch die Innenstadt. Beim Überqueren der Straße gilt dieselbe Regel wie im Norden: gleichmäßig gehen, nicht stehen bleiben, nicht rennen. Bezahlt wird in Dong, Preise auf Karten sind meist abgekürzt, und Märkte bleiben bargeldorientiert. Trinkgeld ist nicht üblich. Für Straßenessen gilt die übliche Faustregel: viel Betrieb, hohe Fluktuation, vor den Augen zubereitet.