Istanbul kulinarisch: Kebap, Meze, Balık Ekmek und süßes Baklava

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Istanbul liegt zwischen zwei Kontinenten, und seine Küche schöpft aus genau dieser Vielfalt. Hier treffen herzhafte Grillgerichte auf feine Meze, dazu süße Verführungen und ein ausgiebiges Frühstück, das schnell zur Lieblingsmahlzeit des Tages wird.

Was du unbedingt probieren solltest

Kebap und Döner kennt man weltweit, doch hier schmeckt das saftige Grillfleisch besonders authentisch, oft frisch vom Spieß geschnitten. Meze sind kleine kalte und warme Vorspeisen wie Hummus, Auberginenpüree und gefüllte Weinblätter, ideal zum Teilen. Direkt am Wasser bekommst du Balık Ekmek, ein Fischbrötchen mit gegrilltem Fisch, Zwiebeln und Salat. Süß wird es mit Baklava, hauchdünnem Blätterteig mit Nüssen und Sirup. Und das türkische Frühstück (Kahvaltı) ist ein üppiges Fest aus Käse, Oliven, Eiern und Brot.

  • Kebap: probiere regionale Varianten wie Adana oder İskender
  • Meze: zeig einfach in der Vitrine auf das, was dich anlacht
  • Balık Ekmek: am besten frisch am Bosporus
  • Baklava: dazu ein starker türkischer Tee oder Kaffee

Wo du am besten isst

Rund um den Großen Basar und den duftenden Ägyptischen Basar (Gewürzbasar) findest du Stände mit Gewürzen, Süßigkeiten und Imbissen. Im Viertel Karaköy und entlang der Wasserlinie reihen sich moderne Lokale, Fischrestaurants und Baklava-Läden aneinander.

Ein praktischer Tipp: In Lokantas wählst du oft direkt an der Theke aus dampfenden Töpfen, indem du auf die Gerichte zeigst, die du möchtest. Die Speisekarten sind häufig nur auf Türkisch, und gerade bei Meze und Süßigkeiten verraten die Namen nicht immer, was drinsteckt. Ein schnelles Foto der Karte zum Übersetzen schafft Klarheit, sodass du gezielt bestellst und keine Spezialität verpasst.

Istanbul belohnt jeden, der mit Appetit und Neugier durch seine Gassen zieht.

Beste Reisezeit

April bis Anfang Juni und September bis Oktober sind die stärksten Fenster: mild, hell und angenehm für die Menge an Laufen, die diese Stadt verlangt. Juli und August sind heiß und stark besucht, wobei Fährfahrten und die schattigen Basare vieles abfedern. Der Winter ist grau und kann richtig kalt und nass werden, dafür fallen die Hotelpreise, die Moscheen sind ruhig und Schnee über den Kuppeln ist durchaus möglich. Im Ramadan haben Lokale in den Touristenvierteln tagsüber offen, füllen sich aber schlagartig bei Sonnenuntergang – reservieren oder deutlich früher essen.

Praktisches vor Ort

Hol dir eine İstanbulkart am Automaten und nutze sie für alles: Tram, Metro, Standseilbahn, Bus und vor allem die Fähren. Die Tramlinie T1 verbindet Sultanahmet, den Großen Basar und Karaköy, und der Marmaray-Tunnel unterquert den Bosporus in Minuten. Die Fähren sind ohnehin die schönere Überfahrt: Eminönü nach Kadıköy kostet wie eine Busfahrt und ist die beste Stadtrundfahrt überhaupt. Trinkgeld von fünf bis zehn Prozent ist im Restaurant üblich, bar auf dem Tisch. Brot kommt gratis, das Meze-Tablett nicht – nimm drei oder vier Teller und lass den Rest zurückgehen. In Moscheen Schultern und Knie bedecken, Frauen das Haar, Schuhe aus.