Taipei kulinarisch – Nachtmärkte, Nudelsuppe und Reisetipps für Taiwan

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Taipei ist eine der spannendsten Food-Städte Asiens – eine Metropole, in der sich die Bewohner abends nicht zu Hause, sondern auf den legendären Nachtmärkten treffen. Die Küche Taiwans verbindet chinesische Regionalküchen mit japanischen Einflüssen und eigener Inselkreativität.

Die wichtigsten Gerichte

  • Niurou Mian (Rindfleisch-Nudelsuppe): das inoffizielle Nationalgericht, mit zartem geschmortem Rindfleisch in einer tiefen, würzigen Brühe.
  • Xiaolongbao: zarte Teigtaschen, gefüllt mit Fleisch und heißer Suppe – am besten vorsichtig anbeißen und die Brühe genießen.
  • Zhenzhu Naicha (Bubble Tea): der weltberühmte Milchtee mit Tapiokaperlen, in Taiwan erfunden.
  • Lu Rou Fan: geschmortes Schweinefleisch über Reis, das ultimative Wohlfühlgericht.

Wo du essen und bummeln solltest

Der Shilin-Nachtmarkt ist der größte und bekannteste der Stadt – ideal für den ersten Besuch, mit endlosen Ständen für Frittiertes, Spieße und süße Snacks. Etwas kompakter und bei Einheimischen beliebt ist der Raohe-Nachtmarkt, berühmt für seine schwarzen Pfeffer-Pasteten (Hujiao Bing) direkt am Tempeleingang. Tagsüber lohnt sich ein Ausflug zum Wahrzeichen Taipei 101 oder in die entspannten Teehäuser von Maokong.

Ein praktischer Tipp für die Nachtmärkte: Iss dich in kleinen Portionen quer durch das Angebot, statt dich an einem Stand satt zu essen. Halte etwas Bargeld in kleinen Scheinen bereit und stelle dich ruhig in die Schlange mit den längsten Wartezeiten – sie führt meist zum besten Stand.

Viele Stände und kleine Lokale in Taipei beschriften ihre Karten nur auf Chinesisch (mit traditionellen Schriftzeichen) – ein schnelles Foto der Speisekarte zum Übersetzen hilft dir, die Zutaten zu verstehen und mutig Neues zu probieren.

Plane für Taipei drei bis vier Tage ein und kombiniere das Essen mit Tagesausflügen nach Jiufen oder in die heißen Quellen von Beitou.

Beste Reisezeit

Oktober bis April ist die angenehmere Hälfte des Jahres, wobei der Herbst klar vorn liegt: warm, trockener und klar genug, um von der Stadt aus die Berge zu sehen. Der Winter ist mild, aber feucht und grau – und Hotpot-Saison. Mai bis September ist heiß, schwül und nass, und die Taifunsaison läuft etwa von Juli bis September, wenn ein Sturm den Verkehr für einen Tag lahmlegen kann. Rund um das Mondneujahr leert sich die Stadt und viele kleine Lokale schließen eine Woche; das anschließende Laternenfest ist dafür sehenswert.

Praktisches vor Ort

Die MRT ist sauber, günstig, auf Englisch beschildert und erreicht fast alles; bezahlt wird mit der EasyCard, die auch für Busse, die Maokong-Gondel, Convenience Stores und die Leihräder gilt. Taxis sind zahlreich und billig. Vom Flughafen Taoyuan fährt die MRT rund vierzig Minuten. Wichtig: In der U-Bahn und in den Stationen ist Essen und Trinken verboten und das wird durchgesetzt. Nachtmärkte sind trotz sonst weit verbreiteter Kartenzahlung stark bargeldorientiert. Trinkgeld ist unüblich; Restaurants mit Bedienung schlagen mitunter zehn Prozent auf. Leitungswasser wird gefiltert oder abgekocht getrunken, und in Bahnhöfen stehen kostenlose Wasserspender.