Tokio kulinarisch entdecken: Sushi, Ramen und das Leben zwischen den Gassen

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Tokio ist eine Stadt, in der man sich problemlos durch Tage essen kann, ohne zweimal dasselbe zu probieren. Von winzigen Counter-Lokalen mit nur acht Plätzen bis zu wuseligen Marktständen reicht die Bandbreite, und fast überall wird mit erstaunlicher Sorgfalt gekocht.

Was du unbedingt probieren solltest

Frisches Sushi und Sashimi schmecken hier anders als zu Hause: Der Reis ist lauwarm, der Fisch hauchzart geschnitten. Für eine herzhafte Stärkung sorgt Ramen in unzähligen Stilen, von cremig-trübem Tonkotsu bis zur klaren Shoyu-Brühe. Tonkatsu, das knusprig panierte Schweineschnitzel, kommt mit fein geraspeltem Kohl und einer süßlich-würzigen Sauce. Und in einer Izakaya, der japanischen Kneipe, teilst du dir kleine Gerichte wie Yakitori-Spieße, Edamame und Tamagoyaki zu einem kühlen Bier.

  • Sushi: am besten morgens, wenn der Fisch frisch angeliefert wurde
  • Ramen: oft bestellt man am Automaten ein Ticket und reicht es am Tresen weiter
  • Tonkatsu: dazu unbegrenzt Reis und Kohl in vielen Lokalen
  • Izakaya: ideal für den Abend, gemeinsam mit Freunden

Wo du am besten isst

Rund um den äußeren Tsukiji-Markt findest du Stände mit gegrilltem Tamagoyaki, frischen Austern und dampfenden Schalen. Früh kommen lohnt sich, denn die besten Stände sind schnell ausverkauft. Für das nächtliche Tokio bummelst du durch die engen Gassen von Shinjuku oder Shibuya, wo sich eine Izakaya an die nächste reiht.

Ein praktischer Tipp: Viele Lokale zeigen täuschend echte Plastikmodelle der Gerichte im Schaufenster, an denen du dich orientieren kannst. Trotzdem sind die Speisekarten oft nur auf Japanisch, mit handgeschriebenen Schriftzeichen. In solchen Momenten hilft es enorm, die Karte einfach abzufotografieren und übersetzen zu lassen, damit du genau weißt, was du bestellst.

Plane bewusst Pausen für einen Matcha-Tee oder ein Stück Mochi ein, denn Essen ist in Tokio kein Beiwerk, sondern ein eigener Grund für die Reise.

Beste Reisezeit

Ende März bis April bringt die Kirschblüte, Oktober bis November klare Luft und Herbstlaub – beide Zeiträume sind großartig und entsprechend voll. Mai und Anfang Juni sind der ruhige Geheimtipp: warm, trocken und deutlich weniger überlaufen. Der Sommer ist heiß und schwül, mit einer Regenperiode im Juni, dafür entschädigen Sommerfeste und Biergärten. Der Winter ist kalt, trocken und berühmt klar. Meide die Golden Week Anfang Mai und die Neujahrstage, wenn du nicht lange im Voraus buchst.

Praktisches vor Ort

Hol dir gleich am Flughafen eine Suica- oder PASMO-Karte – sie funktioniert in Bahn, Bus und Kiosk. Die JR-Yamanote-Ringlinie verbindet fast jedes Viertel, das kulinarisch interessant ist. Die Bahnen fahren bis etwa Mitternacht, danach wird das Taxi teuer, also plane das Ende des Abends mit ein. Trinkgeld gibt es in Japan nicht, und der Versuch stiftet eher Verwirrung. Viele kleine Läden nehmen weiterhin nur Bargeld; Geldautomaten in Convenience Stores akzeptieren ausländische Karten. Für bekannte Adressen ist eine Reservierung Pflicht, teils nur telefonisch auf Japanisch oder über das Hotel.